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VILLA STUCK

MAYA SCHWEIZER. STIMMEN           22.10.2020 – 24.01.2021

Maya Schweizer, Le fossile, Fotografie, 2020 Courtesy Maya Schweizer und ASPN Galerie Leipzig © Maya Schweizer und VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Maya Schweizer, Le fossile, Fotografie, 2020 Courtesy Maya Schweizer und ASPN Galerie Leipzig © Maya Schweizer und VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Das Museum Villa Stuck zeigt eine Auswahl von zehn Filmen der letzten 14 Jahre sowie eine für die Ausstellung neu produzierte Arbeit, Voices and Shells (2020), für die Schweizer wiederholt in München drehte. Sie selbst hält dazu fest: »Von der Kanalisation aus – dem Inneren dieser Stadt – versuche ich mir eine Erinnerung an nicht-gesehene Bilder vorzustellen«. Auch hier verquickt sie in Bild und Ton ihre eigenen Aufnahmen (aus München) mit angeeignetem Material. Zu Beginn recherchierte sie von der Kanalisation aus – dem Inneren der Stadt –, um einen Anhaltspunkt zu bekommen und sich eine Erinnerung an nicht-gesehene Bilder vorzustellen. Bei ihrem zweiten Aufenthalt in München richtete sie den Blick auf Außenansichten von Gebäuden, die in der Zeit des Nationalsozialismus gebaut oder umgewidmet wurden. Der Film navigiert zwischen diesen abstrahiert gefilmten Fassaden und dem mitunter surrealistisch und träumerisch konnotierten Untergrund der Stadt – diese Bilder schaffen zusammen mit Found Footage eine Spannung, einen Kontaktraum für einen Blick von innen heraus und einen Blick von außen. Das Motiv der Treppe wird im Film zum metaphorischen Moment und kinematografischen Objekt, das die verschiedenen Ebenen dieser Räume wie auch der des Bewusstseins und des Wissens verbinden kann. Begleitet werden diese Ebenen von Stimmen, die manchmal durch immaterielle Wände zu dringen scheinen – immateriell wie Geschichte selbst.

EIN RUNDGANG DURCH DIE HISTORISCHEN RÄUME

Altes Atelier Foto: Wolfgang Pulfer
Altes Atelier Foto: Wolfgang Pulfer

Franz von Stuck (1863-1928) errichtete 1897/98 als 34-jähriger Maler, Graphiker und Bildhauer nach eigenen Entwürfen auf der Isaranhöhe seine außergewöhnliche Künstlervilla mit privaten Wohn- und Repräsentationsräumen sowie Künstleratelier. Das Haus ist höchster Ausdruck des Lebensgesamtkunstwerks des Künstlerfürsten. Das Vestibül, der Empfangssalon, Musiksalon, das Treppenhaus und das Atelier, bis ins Detail vom Künstler selbst entworfen, sind als Meisterwerke der Raumkunst erhalten. Der Bau der Villa Stuck verkörpert eine Architektur, die unmittelbar in die moderne Baukunst führt.