Gabriele Kunkel M.A.
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VILLA STUCK

BEATE PASSOW. MONKEY BUSINESS                      BIS 13.09.2020

Oben: Gibraltar, 2017, Tapisserie © Beate Passow
Oben: Gibraltar, 2017, Tapisserie © Beate Passow

Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf) entwirft in ihrem Bilderzyklus »Monkey Business« eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder hinterfragen die herrschenden Systeme, ökonomischen Strukturen und politischen Bewegungen
des gegenwärtigen Europas.

 

Die seltsamen Figuren, die »Monkey Business« bevölkern, erzählen eine eindringliche Mythologie des 21. Jahrhunderts. In ihrer narrativen Anlage unterläuft Beate Passow die große Tradition der Tapisserie, indem sie nicht Helden und Herrscher lobt, sondern Kritik übt – am heutigen Europa. Einst als Hort der Demokratie und Humanität gefeiert, ist es heute geprägt von einer militärischen Abwehrhaltung an seinen Grenzen, einem haltlosen Kapitalismus und von einem immer schamloser auftretenden Neonazismus.

 

TERMINE FÜHRUNG

SO 06.09. | 15.00 – 16.30 UHR 8 € nur mit MVHS Anmeldung

MARGRET EICHER. LOB DER MALKUNST             BIS 13.09.2020

Assunta, 2020, Digitale Montage/Jacquard © Margret Eicher
Assunta, 2020, Digitale Montage/Jacquard © Margret Eicher

n ihren großformatigen Tapisserien verbindet Margret Eicher (geb. 1955 in Viersen) die barocke Form der Bildteppiche mit bekannten Motiven aus aktuellen Medienbildern unserer Informationsgesellschaft. Die Bildvorlagen aus den Medien werden digitalisiert und in aufwändiger Bearbeitung am Computer miteinander verschmolzen. Das zentrale Bildgeschehen auf den Tapisserien ist von ebenfalls digitalisierten Bordüren umrahmt, die sich gemäß ihrer historisch-traditionellen Funktion auf Symbole und Zeichen der gegenwärtigen Gesellschaft beziehen, heute sind das jedoch z. B. Börsen- oder Wirtschaftsdiagramme, wissenschaftliche Schaubilder, Helden aus Comics und Computerspielen, die die Künstlerin zitiert.

 

Die Tapisserien von Margret Eicher sind industrielle »Fälschungen« und werden in Belgien hergestellt, das neben Paris das Ursprungsland der klassischen Tapisserie und heutiger Souvenir-Repliken ist. In der (Kunst-)Historie ist die Tapisserie ein Symbol für Aristokratie, Reichtum, Macht und Bildung, als künstlerisches Zitat hinterfragt die Künstlerin damit die Wirkungsmacht der Bildkommunikation in der heutigen Zeit.

TERMINE FÜHRUNG

SO 06.09. | 15.00 – 16.30 UHR 8 € nur mit MVHS Anmeldung

SCHÖNHEIT.STÄRKE.LEIDENSCHAFT. PLASTIKEN FRANZ VON STUCK

 

Augen - Blicke - Perspektive: Nähe und Schönheit des Details erlebt man bei keinem anderen Kunstwerk so intensiv wie bei der Skulptur. Dazu bedarf es nicht der Größe des Objekts, sondern der Auseinandersetzung, Empathie und Einfühlung des Betrachters. Sie erfordert Hinwendung und Hinsehen.

Anlässlich der Erwerbung der nur in wenigen Exemplaren gegossenen und erhaltenen Plastik „Phryne“ aus dem Jahr 1925 zeigt das Museum VILLA STUCK in den Historischen Räumen seine Sammlung von Plastiken von Franz von Stuck in einer Neupräsentation. Die Bronzeskulptur ist eine großzügige Schenkung des Vereins zur Förderung der Stiftung VILLA STUCK e.V.

TERMIN 

FR 4.09.20 20 – 21 UHR FRIDAY LATE kostenlose Führung

EIN RUNDGANG DURCH DIE HISTORISCHEN RÄUME

Altes Atelier Foto: Wolfgang Pulfer
Altes Atelier Foto: Wolfgang Pulfer

Franz von Stuck (1863-1928) errichtete 1897/98 als 34-jähriger Maler, Graphiker und Bildhauer nach eigenen Entwürfen auf der Isaranhöhe seine außergewöhnliche Künstlervilla mit privaten Wohn- und Repräsentationsräumen sowie Künstleratelier. Das Haus ist höchster Ausdruck des Lebensgesamtkunstwerks des Künstlerfürsten. Das Vestibül, der Empfangssalon, Musiksalon, das Treppenhaus und das Atelier, bis ins Detail vom Künstler selbst entworfen, sind als Meisterwerke der Raumkunst erhalten. Der Bau der Villa Stuck verkörpert eine Architektur, die unmittelbar in die moderne Baukunst führt.