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STADTMUSEUM MÜNCHEN

WELT IM UMBRUCH. KUNST DER 20ER JAHRE                 02.10.2020 – 2.05.2021

Christian Schad, Halbakt, 1929, Von der Heydt-Museum, Wuppertal © Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum, Wuppertal / VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Christian Schad, Halbakt, 1929, Von der Heydt-Museum, Wuppertal © Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum, Wuppertal / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Ausstellung beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst. In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Maler*innen nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf „hässliche“ Sujets.